Ein Brief an: Al Davis

Lieber Alex Davis,

viel über deine Persönlichkeit wissen wir bisher noch nicht, was aber vielleicht auch gar nicht schlecht ist, da wir dadurch nicht enttäuscht werden können. Bisher ist alles, was wir von dir gesehen haben ein absoluter Augenschmaus. Nicht das wir davon ausgehen würden, dass du nichts in der Birne hättest. In letzter Zeit ist es aber häufiger vorgekommen, dass sich amerikanische Pro-Skater über sozial Medien auslassen konnten und vielleicht etwas zu viel aus ihrem Privatleben preisgegeben haben. Ob es deine zahlreichen Clips in GX1000 Videos sind oder deine plötzlichen Parts, die immer wieder aus dem Nichts erscheinen. Wir finden dich toll und deine Art dich wie Raekwon vom Wu-Tang Clan zu kleiden – I see what you did there.

Neben dem durchaus extravaganten Style, welchen du an den Tag legst, sind wir ausserdem große Fans von deiner Art dich auf dem Skateboard zu bewegen. Da stimmt einfach alles – Von Kopf bis Fuss!

Du bist bei Habitat Skateboards bestens aufgehoben und passt wie die Faust aufs Auge ins Team mit Leuten wie: Janoski, Delatorre oder Baxter-Neal. Die amerikanische Industriestadt Zinzinnati ist deine Heimat, was womöglich dazu beigetragen hat, dass du einen gewissen Ghetto Charakter ausstrahlst. Das ehemals deutsche Einwandererviertel Over-the-Rhine gilt heute als Problemviertel und wurde im Jahr 2009 Presseberichten zufolge sogar als “America’s most dangerous neighborhood” bezeichnet. Sowas prägt und formt in gewisser Weise den Charakter und ist generell nicht zwingend schlecht für ein gesundes Skater Bewusstsein und ein Auge für etwas abstraktere Dinge. Bleib so wie du bist, Al! Wir freuen uns auf deinen nächsten Besuch.

Deine PLACE Crew.

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Photos by Habitat Skateboards / Ben Gore.